Zeeland – Schouwen-Duiveland

Kilometerlanger weißer Sandstrand, viel Natur, süße Städtchen und kleine Highlights an jeder Ecke. Kein Wunder, dass Zeeland mittlerweile eines der beliebtesten Urlaubsparadiese für junge Familien ist. Wir fahren seit mehr als 15 Jahren ins nördliche Zeeland, aber erst mit Kind lernen wir Schouwen-Duiveland so richtig kennen (und mittlerweile auch die anderen Teile der niederländischen Provinz).

Fakten:

  • beliebtes Familien-Urlaubsziel
  • Provinz Zeeland besteht aus Inseln, Halbinseln und etwas Festland.
  • Schouwen-Duiveland ist die nördlichste Halbinsel der Provinz.
  • Fahrtzeit von Düsseldorf aus: 2,5 Stunden
  • Alter Kind: ab 0 Jahre (Wir waren das erste Mal mit fünf Wochen da und haben die erste durchgeschlafene Nacht erlebt! Ein Hoch auf die gute Meeresluft!)


Strand:

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Wenn es richtig warm ist, kann es der Strand in Zeeland sogar mit südlichen Traumstränden aufnehmen. Er ist meterbreit und kilometerlang, so dass jede Familie auch in der Hochsaison einen Platz findet.

Mit kleinen Kindern ist es natürlich besser, wenn die Sonne nicht so prall vom Himmel strahlt. Also besser viel Sonnencreme, Windschutz und Sonnenschirme mitnehmen – vor allem, wenn es windig ist. Oder nutzt die wolkigen Tage für einen Strandbesuch. Burgen bauen, Krebse angeln am Grevelingenmeer (und wieder frei lassen), Möwen beobachten, Muscheln suchen geht auch ohne Sonne.

Für kleine Kinder ist das Wasser natürlich nur was, wenn es schon lange aufgeheizt ist. Und dann kann es trotzdem noch viele Wellen geben. Ruhig und sehr flach (sogar zum Durchkrabbeln) ist es am Brouwersdam entlang.

Dort müsst ihr aber Sportler und Drachen abkönnen. Übrigens: Passt vor Hunden auf. Auch wenn Hunde an vielen Strandabschnitten verboten sind, hält sich kaum ein Tourist daran. Sie laufen sogar frei herum und flitzen zwischen den Zelten her.

Renesse:

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Ich mag Renesse, den Ort, der als Party-Hochburg verschrien ist. Wir waren immer außerhalb der Party-Zeit dort und schätzen ihn sehr. Die Region möchte denn Party-Ruf seit einiger Zeit loswerden und setzt mittlerweile mehr auf Familien, Erholung und Wellness.

Was wir in Renesse toll finden:

  • IJssalon Geleijnse (Hogezoom 189): zahlreiche kreative Eissorten von Keks über weiße Schokolade mit Crisp bis Schlumpf mit wild dekorierter Theke,
  • Nachtmärkte (im Sommer jeden zweiten Samstag) und Markt um die Jacobuskirche (mittwochs 8 bis 15 Uhr)
  • Frisches und fantastisches Obst und Gemüse am Bauernhof „De zoute Kers“ (Wellandweg 1, Noordwelle, etwas außerhalb von Renesse)

Zierikzee:

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Unsere Tour beginnt oft am Deich und Hafen am West Havendijk. Dort kann man kostenfrei parken und sieht direkt etwas. Dort gibt es außerdem im Juli und August immer mittwochs einen riesigen Trödelmarkt.

Wenn wir einen Großeinkauf machen müssen, parken wir beim Albert Heijn (Lange Nobelstraat 28), zahlen Parkgebühren, aber haben nachher einen kürzeren Weg.

Wir beginnen unsere Tour trotzdem im Hafen und beobachten die Boote beim An- oder Ablegen. Dann geht es so weiter:

  • Museumsschiffe im Zentrum und Zuidhavenpoort,
  • Nuss-Laden „V.o.f. Noten & Chocolaterie Verkaart“ gegenüber der Hema (Appelmarkt 5),
  • Tapas-Restaurant ’t Schuitje mit großer All-you-can-eat-Karte (verschiedene Preise an verschiedenen Tagen).

In ’t Schuitje unbedingt vorher einen Tisch reservieren. Kinder von 0 bis 3 Jahren zahlen nichts und finden trotzdem viel: Pommes, Lasagne, Kroketten. Die Eltern werden auf den zwei Seiten mit Fisch- und Fleisch-Gerichten und der einen Seite mit vegetarischen Angeboten natürlich auch fündig.

Den Sint-Lievensmonstertoren haben wir noch nicht mit Kind besucht. Er ist noch zu groß. Vom Wochenmarkt muss ich leider abraten. Er ist sehr klein und hat wenig Auswahl.

Burgh Haamstede:

Das Schloss Haamstede ist nicht regelmäßig für Besucher geöffnet, ein Spaziergang drumherum und durch den Ort lohnt sich trotzdem. Dann hat man nämlich einen Grund, ab 12 Uhr bei der Pfannkuchenmühle De Graanhalm Mittag zu machen.

Eurer schlechtes Gewissen darf sich in Grenzen halten: Die Pfannkuchen in dem Restaurant an der Windmühle werden mit Vollkornmehl gemacht. Drinnen drehen sich viele kleine Windmühlen. Ihre Flügel werden durch die Flügel der großen Mühle in Bewegung gesetzt. Dort wird das Mehl für die Pfannkuchen gemahlen.

Neben Vollkorn gibt’s auch Kultur: Die Mühle ist ein Museum. Kinder sollten aber mindestens drei Jahre sein, wenn nicht älter, wenn ihr den Eintritt zahlt. Der Einblick ist nett, aber klein und für ganz junge Kinder schwer verständlich.

Dreischor:

Ein kurzer Abstecher zum am besten erhaltenen Ringdorf Zeelands lohnt sich. Das Zentrum ist malerisch, ein kurzer Spaziergang an den süßen Häuschen vorbei mit Schaukeln an einem Baum an der Kirche ist entspannend. Viel mehr gibt es dort für Touristen aber nicht.

Bruinisse:

wegmitkind_BruinisseWenn ihr gerne Fisch esst, macht es doch im alten Fischerdorf Bruinisse direkt am Hafen. Im Bru 17 könnt ihr gemütlich essen (Vegetarier finden Pommes und Brot), den Ausblick genießen und Fisch im angrenzenden Laden kaufen.

 

 

Kleine Highlights:

In Zeeland ist immer etwas los. Es gibt den riesigen Deltapark Neletje Jans und das bekannte Watersnoodmuseum. Für kleine Kinder finde ich das aber noch zu groß oder schwierig. Die vielen Indoor-Spielplätze sind definitiv netter als die, die ich in Deutschland kenne (mehr Natur und Wissen eingebunden), aber wir ziehen bei Regen einen Gummistiefel-Spaziergang vor.

wegmitkind_KuhMir gefallen die „kleinen Highlights“ besser: Kühe kuscheln und Picknick auf ihrer Wiese, Esel-Tour, Käserei-Besuch, Strand-Yoga für die Eltern, Watt-Wanderung.

 

Einen riesigen Überblick bietet der Tourismus-Verband.

Tipp:

Ich muss gestehen, ich bin fast lieber im Frühjahr oder Herbst in Zeeland. Dann zwingt einen das gute Wetter nicht, jede Sekunde am Strand zu verbringen. Das klingt paradox, ich weiß. Und vor ein paar Jahren hätte ich so etwas auch nie gesagt. Da lag ich noch gerne bis zum letzten Sonnenstrahl im weißen Sand uns las ein Buch nach dem anderen.

Mit Kind ist das anders. Da hat man am Strand einiges zu tun: vor der Sonne schützen, die Stimmung hoch halten und Sandburgen bauen. Das Wichtigste ist aber: Man verpasst, was Zeeland noch so zu bieten hat. Damit euch diese Entscheidung abgenommen wird, plant einen Urlaub in den Oster- oder Herbstferien. Zum Strand könnt ihr trotzdem. Ihr entdeckt außerdem eine ganze Menge. Und Wind und Regen lernt man doch als Eltern auch irgendwie zu schätzen, oder?

Plant so, dass ihr das zweite September-Wochenende in Zeeland seid. Da ist der Tag des offenen Denkmals. Das Schloss in Burgh Haamstede hat dann geöffnet. Ihr könnt auch kostenfrei in Museen (beispielsweise in die Windmühle beim Pfannkuchenhaus). Und die Museen in den Niederlanden sind gefühlt per se kinderfreundlich, interaktiv und modern.

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