Valkenburg und Maastricht

img-20161103-wa0083Ein schöner Tagesausflug kann auch über die Grenze führen – dieses Mal nach dem Motto: een dagje uit. Ihr merkt, es ging für uns in die Niederlande. Genauer gesagt nach Limburg. Dort steht die Ruine der einzigen Hochburg der Niederlande. Ok, so schwer ist das natürlich in einem so flachen Land nicht. Aber es lohnt sich auch ohne diesen Superlativ, Valkenburg zu besuchen.

Wir haben den Ausflug genutzt, um neben dem Historischen auch das Heute in Maastricht zu genießen. Wir waren allerdings zuerst in Valkenburg. Und die Entscheidung war gut.

Fakten:

  • Valkenburg: einzige Hochburg der Niederlande
  • kilometerlange unterirdische Gänge
  • Maastricht Altstadt plus Shopping
  • Fahrtzeit von Düsseldorf aus: 1 Stunde
  • Alter Kind zu dem Zeitpunkt: vier Jahre

20161003_115045Nach Valkenburg kommt ihr gut mit dem Auto. Es gibt reichlich Parkplätze an der Straße, an der Ruine und den unterirdischen Gängen liegen. Sie sind zwar kostenpflichtig, aber praktisch. Als erstes solltet ihr zum Eingang der Gänge gehen. Dort kommt ihr nämlich nur mit Führung rein. Ihr kauft euch hier ein Kombiticket für Führung plus Ruine und wartet, bis es los geht. Eure Eintrittskarte benötigt einen Sticker mit einer Nummer drauf. Die ist wichtig, um die Gruppen für die Führung einzuteilen.

Wenn es zu lange bis zur nächsten Führung ist, könnt ihr an der nächsten Ecke noch ein Eis essen oder euch vor dem Eingang zur Ruine schon mal das Modell der Burg vor einigen Jahrhunderten angucken.

20161003_135457Die Führung und die Eindrücke sind grundsätzlich auch für junge Kinder geeignet. Die Gänge sind breit und relativ gerade, so dass man selbst mit einem Kinderwagen durchkommt. ABER: Die Gruppe, die zusammen geführt wird, ist relativ groß. Der Guide geht für Kinderbeine zu schnell. Die Höhlen sind stockdüster, es gibt keine Lichtquelle – nur das Licht des Guides, der aber natürlich als Erster geht. Wenn ihr wegen der kurzen Kinderbeine zurückfallt, habt ihr nichts von dem Licht.

20161003_130640Ich empfehle euch, eine Taschenlampe mitzunehmen. Stellt euch darauf ein, dass euer Kind getragen werden muss. Oder nehmt direkt den Buggy mit. Leuchtet euch gegenseitig trotzdem den Weg. Als wir dort waren, ist eine Rollstuhlfahrerin umgekippt, weil sie eine Kante übersehen hat. Ich fand es mit einem Kind und zwei Erwachsenen ideal. Ein Elternteil konnte tragen, der andere leuchten. Mit mehreren Kindern ist es natürlich auch möglich, aber ich würde nicht mit zwei kleinen Kinder dort hinfahren.

20161003_132237Lasst euch aber nicht abschrecken. Der Weg durch die insgesamt kilometerweiten Katakomben ist spannend, die frühchristlichen Gemälde an den Wänden beeindruckend. Die ehemaligen ritterlichen Fluchtwege wurden zuletzt im Zweiten Weltkrieg als Versteck genutzt. Sie sind so verworren, lang, dunkel und kühl (Jacken oder Pullis mitnehmen!), dass man es nie wagen sollte, sie alleine zu betreten. In den 90ern verliefen sich dort zwei Jungen und starben an Unterkühlung.

20161003_125842Um einen Eindruck von der Finsternis und der Orientierungslosigkeit zu bekommen, schaltet der Guide irgendwann seine Lampe aus. Ihr könnt nichts mehr sehen.

Am Ende der Führung geht es zur Ruine hoch. Die dürft ihr alleine erforschen. Der Blick ins Tal ist schön, Eingänge, Tore, den Rittersaal kann man erahnen, Bilder und Modelle helfen bei der Zeitreise im Kopf.

20161003_140014Mit den historischen Eindrücken sind wir weiter nach Maastricht gefahren. Viele Freunde haben schon von der Hauptstadt Limburg geschwärmt. Ich muss gestehen, dass meine Erwartungen deswegen wohl etwas zu hoch waren. Als Abstecher bei einem Ausflug, beispielsweise nach Valkenburg, kann ich Maastricht aber empfehlen. Am Wochenende und an Feiertagen ist die Stadt sehr voll und ihr hört überall Deutsch. Versucht trotzdem die Innenstadt und die Straßen und Gassen zu genießen. Da entdeckt ihr die Kirchenzwilling am Vrijthof (St.-Johannis-Kirche und St.-Servatius-Basilika) oder das Gerichtsgebäude an der Fußgängerzone. Ein Spaziergang an der Maas und über die Maas ist natürlich auch Pflicht!

img-20161103-wa0083Am schönsten finde ich die vielen netten Cafés und Restaurants. Ihr findet bestimmt für jeden Familiengeschmack etwas. Maastricht ist natürlich auch zum Shopping toll. Aber das kann man mit Kindern ja nun mal nicht so entspannt machen.

Was wir nicht mitgemacht haben, was aber ein Erlebnis sein soll: Karneval in Maastricht und die Museen der Stadt.

20161003_135854Tipp:
Gönnt euch einen schnellen, aber eindrucksvollen Ausflug über die Grenze! Ihr fühlt euch wie im Urlaub – auch wenn es nur einen Tag lang ist.
In der Adventszeit gibt es übrigens in den Katakomben in Valkenburg einen unterirdischen Weihnachtsmarkt. Wir waren noch nicht da. Er steht aber auf unserer Liste und soll fantastisch sein!

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